Panamá: Partner der UNESCO – Oh wie schön ist Panamá…

von Axel Porsch |Panamá: Partner der UNESCO. Die natürliche Schönheit und die kulturelle Vielfalt Panamás genießen weltweite Anerkennung und den Schutz wichtiger internationaler Organisationen.

Die UNESCO hat fünf Orte und Regionen in Panamá als „Welterbe“ ausgezeichnet. Im Jahr 1980 machte die Provinz von Colón an der panamaischen Karibikküste den Anfang, als die Festungsruinen von Portobelo und San Lorenzo als erste panamaische Orte ihren Eintrag in die wichtige Liste der UNESCO fanden.

Die beeindruckenden  Ruinen sind  exzellente Beispiele der spanischen Militärarchitektur des 17. und 18. Jahrhunderts und dienten dem Schutz des transatlantischen Handels. Ihre bemerkenswerte Eleganz überstand die zahlreichen Angriffe der Seeräuber, die auf ihrer Suche nach den Schätzen Südamerikas und der alten Stadt Panamá die Festungen attackierten.  Beide Forts befinden sich in geschützten Regenwaldgebieten entlang eines kilometerlangen Küstenstreifens mit reichem Unterwasserleben – heute ein idealer Platz zur Vogelbeobachtung und für Abenteursportarten.

Der Nationalpark von Daríen wurde 1981 als Weltnaturerbe und im Jahr 1982 zum Biosphärenreservat ernannt. Mit einer Größe von 5970 Quadratkilometern liegt der Park im Norden des Landes an der Grenze zu Kolumbien. Als bedeutendstes Reservat Panamas ist er, nach den gewaltigen Regenwaldgebieten des Amazonas, das artenreichste Tropengebiet der Welt. Die Flora und Fauna in dieser Region umfasst viele äußerst seltene und vom Aussterben bedrohte Arten. In dieser Region  sind auch die indigenen Völker der Embera und Kuna beheimatet.

Die Reservate in den Cordillera de Talamanca mit dem Nationalpark La Amistad wurden von der UNESCO im Jahr 1983 zum Welterbe erklärt und waren das erste binationale Biosphärenreservat der Welt. Die  Artenvielfalt dieser Region, die sich über  die Grenzen von Panama bis nach Costa Rica erstreckt, umfasst allein über 180 Pflanzenarten, die nur hier vorkommen. Die Reservate gelten als letztes Rückzugsgebiet bedrohter Tierarten wie Ozelot, Jaguar oder Tapir. Insbesondere die Vogelwelt mit ihren nahezu 600 Arten macht diese Gegend zur artenreichsten  Zentralamerikas.

Im Jahr 1997 erklärte die UNESCO den Stadtteil Casco Antiguo in Panamá-Stadt zum historischen Ort und im Jahr 2003 wurden auch die archäologischen Überreste  der ursprünglichen Stadt Panama zum Weltkulturerbe ernannt. Die Ruinen von Panamá la Vieja (Alt-Panama) bergen die Spuren der ersten europäischen Ansiedlungen auf dem neu entdeckten Kontinent Amerika.

Diese 1519 gegründete Stadt wurde 150 Jahre später durch einen Piratenangriff zerstört. 1673 an einer anderen Stelle, nämlich acht Kilometer südwestlich, wieder aufgebaut, ist es heute der Stadtteil Casco Antiguo, der mit seinem kolonialen Baustil und  seinen außergewöhnlich prachtvollen barocken und neoklassizistischen Bauwerken berühmt ist.

Der Parque Nacional Coiba mit seinen 270.125 Hektar Fläche (216.543 Hektar davon sind Wassergebiet) ist der bislang letzte panamaische Beitrag zum UNESCO-Welterbe. Im Jahr 2005 ausgezeichnet, bietet das Gebiet aufgrund seines Artenreichtums exzellente Voraussetzungen als natürliches „Labor“ für wissenschaftliche Forschungen, denn die Fauna mit 36 Säugetier-, 147 Vogel- und 39 Reptil- und Amphibienarten ist hier ebenso vielfältig wie die üppige Flora.

In diesem Park befindet sich auch einer der wenigen Orte in Panama, an denen Schwärme der vom Aussterben bedrohten roten Aras zu beobachten sind, einer Papageienart, die hier ideale Lebensbedingungen gefunden haben.

Der wahre Reichtum dieses Parks befindet sich allerdings unter Wasser. In der Bucht von Damas befindet sich mit einer Fläche von  135 Hektar das größte  Korallenriff Zentralamerikas. Dieses Riff ist Lebensraum von 69 Fischarten, und zahllosen  Stachelhäutern, Weich- und Krustentieren. (Laut Wikipedia sind es 760 Fischarten, die im Nationalpark zu finden sind. Sind es wirklich nur 69 im Riff?)

Diese fünf ausgezeichneten Orte sind nur Beispiele für das, was Panama der Welt zu bieten hat: Den Zauber und die unvergleichliche Schönheit seiner Naturlandschaften sowie die Zeugnisse seiner bedeutenden Geschichte als Treffpunkt sehr unterschiedlicher Kulturen.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

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