Die Altstadt Casco Viejo – Oh wie schön ist Panamá

von Axel Porsch | Die Altstadt von Panamá – die Unesco Welterbestätte Casco Antiguo/Casco Viejo. Die architektonischen Spuren dieser ersten spanischen Stadt an der Pazifikküste Mittelamerikas lassen sich auch heute noch leicht zu Fuß verfolgen.

Die ursprüngliche Stadt Panamá (Panamá la Vieja) existierte nur gut 150 Jahre. Im Jahr 1519 gegründet, wurde sie 1671 durch einen Angriff des englischen Piraten Henry Morgan zerstört. Um vor weiteren Angriffen geschützt zu sein, wurde die neue Bebauung im Jahr 1673 ca. acht Kilometer südwestlich der Ruinen errichtet. Schwere Steinmauern schützten die neu angelegte Stadt, deren kolonialer Stil sich heute zwischen Barock und Neoklassizismus in der Schönheit ihrer eindrucksvollen Gebäude widerspiegelt und deren ganze Pracht auch in den engen Straßen des inzwischen als Casco Antiguo bekannten Stadtviertels allgegenwärtig ist.

Panamá – UNESCO Welterbestätte Casco Viejo

Im Jahr 1997 erklärte die UNESCO diesen Teil von Panamá-City aufgrund seiner historischen Bedeutung durch die Verbindung der architektonischen Einflüsse aus Spanien, Frankreich und Amerika zum Weltkulturerbe.

Neben der zentralen Kathedrale mit ihrer Steinfassade und den seitlichen Türmen, die die beiden Glocken aus der ursprünglichen Kathedrale vonPanamá la Vieja beherbergen, werden in der Casco Antiguo noch weitere kirchliche Gebäude für die Nachwelt erhalten.

Die Ruine des alten Klosters von Santo Domingo – heute bekannt als el Arco Chato (tiefer Bogen), das als eines der prächtigsten Gotteshäuser der Stadt im Jahr 1678 erbaut und 1771 durch einen Brand zerstört wurde, zählt ebenso dazu, wie die Kirche von San José. Alte Überlieferungen berichten, dass deren goldener Altar von den Priestern und Bewohnern Panamá la Viejas angesichts der drohenden Plünderung durch Piraten unter einer Bemalung mit Tonerde und Blättern versteckt  wurde. So blieb Henry Morgan das wertvolle Stück letztlich verborgen und wurde später in die Kirche von San José in der neu errichteten Stadt eingebaut.

Aber auch eher weltliche Gebäude wie das Rathaus Casa de la Municipalidadund das Stadtpalais Palacio Municipal mit seiner klassizistischen Architektur sowie das Kanalmuseum, welches Mitte des 19. Jahrhunderts in einem ehemaligen Luxushotel untergebracht wurde, sind hier erhalten geblieben.

Die wohl prächtigsten Gebäude in der außergewöhnlichen architektonischen Mischung des Casco Antiguo sind das Präsidentenpalais, auch bekannt alsPalacio de Garzas (Palast der Reiher), sowie das Teatro Nacional(Nationaltheater).

In diesem Zusammenhang darf natürlich auch der Paseo de las Boveda(Gewölbepromenade) nicht unerwähnt bleiben, der einen langen Steinwall krönt, den die Spanier nach den Piratenangriffen zum Schutz der Stadt errichtet hatten.

Unterhalb des Walls befindet sich die Plaza de Francia, ein städtischer Platz, der an jene etwa 22.000 Franzosen erinnern soll, die beim Bau des Panamakanals ihr Leben ließen. An einer Seite des Platzes schließen sich Gewölbe an, die zunächst von den Spaniern und später von den Kolumbianern als Gefängniszellen genutzt wurden. Heute bieten die renovierten und ausgebauten Gewölbe das besondere Ambiente für ein Restaurant und eine Kunstgalerie..

Zwischen Panamá la Vieja und Casco Antigua erhebt sich der moderne Teil von Panama-City mit beeindruckenden Wolkenkratzern und wirtschaftlicher Betriebsamkeit. Hier sind alle renommierten Marken der Welt in den Läden der Einkaufszentren und -straßen vertreten. Ein Umstand, dem Panama seinen Ruf als bedeutende Shopping-Destination zu verdanken hat.

Die bunte Mischung aus Ethnien und Kulturen schuf in Panama-Stadt eine vielfältige und abwechslungsreiche Küche, die zu den besten der internationalen Gastronomie gezählt werden darf und sorgt nicht zuletzt auch dafür, dass man sich in Panama nicht als Fremder fühlt.

Neben einer Vielzahl interessanter touristischer Attraktionen bietet Panama fröhliche, gastfreundliche Menschen sowie eine unvergleichliche Schönheit und einzigartige Vielfalt von Flora und Fauna, die dieses Land zu einem der wichtigsten Ziele nachhaltigen Ökotourismus in Mittelamerika machen.

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