Museet for Religiøs Kunst – Museum für religiöse Kunst in Lemvig

Museum for Religiøs Kunst, LemvigMuseum for Religiøs Kunst, Lemvig

Lemvig, das idyllische Hafenstädtchenin einer malerischen Bucht am Limfjord war eines der Tagesziele meines zweiten Tages in Nordwestjütland (#visitnordvestjylland). Nach dem Besuch im Atelier von Gammelgård Glas wurde es Zeit für einen superleckeren Lunch, einer grossen Fischplatte aus dem urigen Restaurant Bjarnes Fisk og Fisketeria direkt am Hafen. Heel lekker würden da meine holländischen Freunde sagen!

Ok, das Glas Tuborg Bier war für mitteleuropäische Freunde der Gerstensaft-Schorle im höheren Preissegement angesiedelt, dafür entschädigte die grosse Auswahl geräucherter und frischer Fische umso mehr. Dazu gab es reichlich Schein der frühherbstlichen Sonne, einen wunderbaren Blick auf den Hafen und den Limfjord. Am Horizont waren auch einige Segelschiffe, Teilnehmer der legendären Limfjordrundt-Regatta, zu erkennen.

Ein glücklicher Moment. Ich freute mich schon auf das Wochenende, wenn ich als Gast auf der 5. Etappe auf dem Schoner Aron von der Insel Fur nach Skive mitsegeln darf!

Lemvig beherbergt auch eine Reihe interessanter Museen, unter anderem das aussergewöhnliche Museet for Religiøs Kunst – Museum für religiöse Kunst. Das Museum wird von Gerd Rathje (M.A.) geleitet, die in 2007 zum Museum kam. Gerd Rathje ist Kunsthistorikerin (Universität Kopenhagen und University of California, Los Angeles). Übrigens, das Museum ist auch auf facebook zu finden.)))

Museet for Religiøs Kunst – Museum für religiöse Kunst, Lemvig

Das Museum befindet sich am Strandvejen 13, am Rande des Hafens von Lemvig, in fussläufiger Entfernung von Bjarnes Fisk Restaurant. Es ist ein kleines Museum im coolen skandinavischen Design und war der Geheimtip der freundlichen Mitarbeiterinnen der Lemvig – Thyborøn Turistinformation, die mich vorab mit reichlich Infos über Lemvig und Umgebung versorgten.

Im Laufe eines Jahres stellt Gerd Rathje zusammen mit ihren Kollegen und Kolleginnen 3-4 Sonderausstellungen mit internationalem Standard aus. In diesem Video präsentiert und erklärt Gerd Rathje die imposante, aktuelle Ausstellung:

I HANS BILLEDE
– ORIGINALE BIBELILLUSTRATIONER FRA NYERE TID

In Seinem Bild – Originale Bibelillustrationen aus neuerer Zeit

Das Video ist in dänischer Sprache (KulturKanalen) aber auch selbsterklärend. Gerd Rathje war so freundlich, mir für diesen Reisebericht eine ausführliche, sehr ausführliche Beschreibung des Museums und der Inhalte der Ausstellung und Künstler zur Verfügung zu stellen. Herzlichen Dank dafür!

„Es liegt eine lange Tradition hinter der Deutung der Kunst von den Bibelerzählungen. Ein
Künstler, der vor der großen Aufgabe steht, Illustrationen für eine neue Bibelübersetzung
zu schaffen, muss es sich gut überlegen. Es besteht nämlich die Möglichkeit sowohl
verführende, fabulierende als sinnliche Deutungen der Bibel zu schaffen, die dem Erlebnis
und dem Verständnis des Lesers seinen Stempel aufdrückt. Das Bild kann die Lektüre
verschließen oder freisetzen. Es kann einen strafenden Gott heraufbeschwören, das
Exaltierte, das Unglaubliche, das Keusche und das Sensuelle in einer Erzählung
unterstreichen.

Das Erlebnis und das Verständnis tauchen im Zusammenspiel mit den Deutungen des
Übersetzers auf. Wenn der Übersetzer gewählt hat,. konkordant zu übersetzen, bedeutet
das, dass jedes Wort in selber Weise, so textgemäß wie möglich, übersetzt wird. Eine
solche Übersetzung läuft Gefahr, dass sie für zeitgenössische Menschen zu schwer ist,
um sie zu verstehen. Der Gegenpol der konkordanten Übersetzung ist die idiomatische.
Hier legt man Wert auf Verständlichkeit. Der Übersetzer versucht Rücksicht auf die
kulturellen und sprachlichen Voraussetzungen des Lesers zu nehmen. Die Gefahr einer
solchen Übersetzung liegt darin, dass die eigenen Deutungen und Werte des Übersetzers
den Text zu sehr beeinflussen.

Zu jeder Zeit brauchen wir neue Übersetzungen und neue künstlerische Interpretationen.
Auf der Ausstellung hier zeigen wir einige der besten dänischen Bibelillustrationen vom
Modernismus bis heute. Der Anlass ist, dass Det Danske Bibelselskab (Die Dänische
Bibelgesellschaft) in diesem Jahr 200 Jahre existiert hat. Wir möchten gern zeigen, welche
verschiedenen Griffe die künstlerische Deutung benutzen kann, und ein Verständnis
davon geben, wie die Kunst unsere Deutungen der Bibel und des Christentums als
Ganzheit beeinflusst.“

Maja Lisa Engelhardt – Die größten Erzählungen der Bibel – 2014
Die künstlerische Darstellung des Christlichen Gottes und des Heiligen ist ein immer
wiederkehrender Drehpunkt für Künstler bis zurück ins Mittelalter gewesen. Das jüdische
Bilderverbot gab früher Anlass zu Überlegungen, Diskussionen und heftigen
Zusammenstößen. Auch noch heute wird die Problematik von den Künstlern, die sich mit
Glauben und Kirche beschäftigen, zu Überlegungen aufgenommen.

Für die Künstlerin Maja Lisa Engelhardt ist die Arbeit mit den flüchtigen und immateriellen
Eigenschaften des Lichtes eine Arbeitsweise geworden, das Undarstellbare darzustellen.
Mit diesem künstlerischen Zugang zum Gottes-Bild legt Maja Lisa Engelhardt sich im
Anschluss an die Lichtmetapher der Gotik und des Clair-Obscurs des Barocks. Aber das
Licht, mit dem sie arbeitet, ist das nordische, wie wir es in Dänemarks Förden und Wiesen
finden. Es ist das Licht, das uns an die Heimat erinnert und zurück auf die
unschuldsreinen Freistätten der Kindheit zeigt. Ein solches Gottesbild hat unter anderem
seinen Ursprung im nordischen Expressionismus mit den Künstlern wie Edvard Munch
und Sven Havsteen-Mikkelsen als Wegbereiter. Aber auch der spätere abstrakte
Expressionismus, den wir von Jackson Pollock, Anselm Kiefer und dem dänischen Per
Kirkeby kennen, kommt in dieser neuen Bibel deutlich zum Ausdruck. Maja Lisa
Engelhardt hat in ihrer Kunst den rauen nordischen „Ur-Ausdruck“ verfeinert und gezähmt.
Der Gott, der aus den Illustrationen in den größten Erzählungen der Bibel auftaucht, ist
nicht nur ein Gott der Gesetze, sondern auch ein Gott der Vergebung und der Liebe.

Bodil Kaalund – Die autorisierte Bibelübersetzung aus dem Jahr 1992, Die Dänische Bibelgesellschaft
Unsere wahrgenommene, nahe Wirklichkeit ist auf Gedeih und Verderb Bodil Kaalunds Inspiration, wenn sie treu die Bibel in einem figurativen und fabulierenden Malstil
vermittelt. Oft fällt Kaalunds Motivwahl auf Gegenstände, Orte und Personen, auf die sie in ihrem Leben gestoßen ist. In einer figurativen Formsprache mahnt sie raue und
gewaltsame Ereignisse hervor, indem sie Farben mischt und Finsternis, neblige, trübe und
ab und zu sogar unästhetische Begegnungen schafft. Auf der anderen Seite benutzt sie
die mollige Sinnlichkeit der Kontrastlinien und die zerbrechliche Auflösung des Aquarells
im Wasser, um ein Gefühl des Geistes und der Harmonie zu schaffen. Kaalund hat die
Fähigkeit, unsere Gefühle und Stimmungen zu treffen und diese ein Deutungsschlüssel für
die Bibelerzählung, mit der sie sich eigelassen hat, sein zu lassen.
Figuration, Existenz und spätmoderne Kultur.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts haben sich innerhalb der dänischen Kirchenkunst und der
Bibelausgestaltung mehrere verschiedene künstlerische Richtungen auskristallisiert. Sehr
vereinfacht kann man auf drei übergeordnete Spuren zeigen – die figurative, die existentielle und die Spätmoderne.

Die Künstler, die der figurativen Spur folgen, bemühen sich, die biblischen Erzählungen
in einer leicht lesbaren Bildsprache darzustellen. Die Darstellung kann mehr oder weniger
textgemäß sein. Man sieht oft, dass figurative Künstler eine lange Tradition verfolgen und
sich an die Art und Weise lehnen, wie frühere Künstler ausgewählte Motive abgebildet
haben. Bodil Kaalund und Arne Haugen Sørensen malen beide figurativ, lösen aber die
Aufgabe auf sehr verschiedene Weise.

Der Existentialismus hat im Laufe des 20. Jahrhunderts große Bedeutung gehabt, sowohl
für das Verständnis des Christentums wie für die Kunst. Die existentielle Spur setzt den
Menschen ins Zentrum und sucht einen künstlerischen Ausdruck, der „von dem
gegenwärtig gegebenen Leben, das ihnen allen gemeinsam ist, für Gläubige sowie für
nicht Gläubige, die Wahrheit spricht“.

Unter anderem hat Ole Wivel dieser Spur Stimme gegeben. Die Liebesbotschaft „ du sollst wie Gott für deinen Nächsten sein“ ist das wichtigste Element in der Kunstauffassung. Das Kunstwerk ist am besten, wenn es als Ausdruck für die zu allen Zeiten grundliegenden Existenzbedingungen und die
menschliche Erfahrung, unabhängig von lokaler geografischer und geschichtlicher Beeinflussung gesehen wird. Maja Lise Engelhardt und Sven Havsteen-Mikkelsen können
beide als Exponenten für diese Spur gesehen werden, weil sie versuchen, Farbe und Strich dazu zu gebrauchen, grundliegende menschliche Verhältnisse auf der Leinwand
festzuhalten.

Die spätmoderne Spur ist durch eine Vorstellung charakterisiert, dass ein Kunstwerk
seine Bedeutung in der Begegnung mit dem Betrachter und den umgebenen
Verhältnissen bekommt. Oft werden populäre Kultur und elitäre Kultur gemischt, und die
Werke zeigen uns eine Welt mit einer offenen Struktur ohne zentrale Wahrheiten, wo alles
in Bewegung und Verwandlung ist. In der spätmodernen Spur gibt der Künstler sich keiner
Illusion hin, existentielle Grundverhältnisse festhalten zu können. Die Werke können
Utopien enthalten – schöne Träume von einer wahren oder unbesorgteren Welt, aber die
Unmöglichkeit in ihrer Existenz ist oft deutlich in der Präsentation anwesend. Ryo Azuni´s
Manga-Propheten sind wohl das Projekt, das wir in dieser Ausstellung dieser Spur am
dichtesten kommen, indem die Bibelerzählungen durch die grundliegende gesellschaftsrebellierende
Form des Mangas vermittelt werden. Der Comic entstand im Rahmen eines
Bruches in einer japanischen Jugendkultur mit der traditionellen japanischen Gesellschaft.

Ryo Azumi – Manga-Propheten, Verlag der Bibelgesellschaft, 2013
Das Buch des Propheten Jona und das Buch des Propheten Hosea
Die Manga-Comics haben in den letzten Jahrzehnten ihren Stempel auf die Populärkultur
über die ganze Welt gesetzt. Die Comicform entstand im 18. Jahrhundert in Japan, wo sie
sich unter anderem an die fabulierenden Erzählungen des Theaters und der Geishas
knüpfte. In einer Wechselwirkung mit westlicher Kunst, und besonders der amerikanischen
Comictradition, hat der Manga sich in ein vielfacettiertes Kulturprodukt entwickelt, so wie
wir es heute kennen. Ein Produkt, das unter der Überschrift „Japan cool“ in den Rest der
Welt exportiert wird.

In Japan ist er an die Jugendkultur geknüpft gewesen und ist als ein Aufruhr gegen dieFesseln der Traditionen ausgelegt worden. Die Zeichentechnik ist durch den Gebrauch von kräftigen Konturlinien, einfachen und klar definierten Farbenflächen und dekorativen
Elementen charakterisiert. Besonders charakteristisch sind die Augen der Manga-Figuren,
die oft unnatürlich groß sind. Der Begriff „Kawaii“, der über einen Schirm von Ausdrücken
deckt, sowie mollig, sü., nett, unschuldig, kindlich und liebenswürdig, und die androgyne
Erscheinung der Manga-Figuren, sind als eine Spiegelung der offenen psychischen
Struktur der Jugend und als einen Bruch der gegebenen Normen der Gesellschaft
gesehen worden. Die Manga-Art ist durch die Auflösung der Struktur zwischen Phantasie
und Wirklichkeit, zwischen Geschlecht, Klasse und Kultur populär geworden. Der Megahit
der 1990´er „Angel Sanctuary“, gezeichnet von Kaori Yuki, vermischt Reinkarnation,
Androgynie, Engel und Dämonen in einer neuen übernatürlichen Wirklichkeit.
Es ist interessant, dass Die Dänische Bibelgesellschaft gewählt hat, Nacherzählungen der
Bibelgeschichte in Manga-Form herauszugeben, Übersetzungen aus einer japanischen
Version, von dem japanischen Künstler Ryo Azumi gezeichnet. Wo wir durch Künstler wie
Bodil Kaalund und Maja Lisa Engelhardt vor einem besonders nordischen Zugang zum
Christentum präsentiert worden sind, wenden wir hier den Blick auf den stilistischen
Ausdruck einer anderen Kultur in der Vermittlung der Worte der Bibel.

Peter Madsen – Der Menschensohn
Die Comicserie vom Menschensohn ist auf den vier Evangelien im Neuen Testament
basiert. Durch die Augen des Jüngers Petrus verfolgen wir die bewegenden und
dramatischen Ereignisse im Leben Jesu. Der Zeichner dahinter ist Peter Madsen, der
sicher besser bekannt ist für seine Serie „Walhalla“, wo die alten Götter-Sagen aus der
nordischen Mythologie in einem humoristischen und dramatischen Ton wiedererzählt
werden. Peter Madsens visuelle Formsprache in „der Menschensohn“ unterscheidet sich
von dem in „Walhalla“ durch eine weniger karikierte Figurdarstellung. „Der Menschensohn“
legt es nicht auf Spaß und Heiterkeit an, sondern sucht stattdessen die sinnlichen,
schönen und dramatischen Elemente in den Erzählungen über Jesu Leben in einem
dramatischen Stil heraufzubeschwören. Indem die Bibelgesellschaft Peter Madsen als
Illustrator gewählt hat, unterstützt sie immerhin einen Trend in der christlichen Kunst in
Dänemark, der in der frühchristlichen, nordischen Tradition Inspiration holt.

Sven Havsteen-Mikkelsen – Seidelins Bibel
In seinen Schilderungen der christlichen Erzählungen legte Havsteen-Mikkelsen sich im
Anschluss an die besonderen nordischen Traditionen innerhalb der expressiven Malerei,
die man auch bei Maja Lisa Engelhardt und Bodil Kaalund erleben kann. Es war Sven
Havsteen-Mikkelsens Anliegen durch die Bibel das Christentum zu vermitteln – nicht zu
der Vernunft der Betrachter, sondern zu ihrem Sinn und ihren Herzen. In Sven Havsteen-
Mikkelsens Optik hatte der moderne Mensch nach dem 2. Weltkrieg ein Bedürfnis nach
Selbstreflektion, den der Rationalismus und die Industriegesellschaft mit sich gebracht
hatten. Sven Havsteen-Mikkelsen, der Schriftsteller Martin A. Hansen und andere Dichter
aus der Gruppe Heretica suchten in ihrer Kunst weg vom Rationalismus und zurück zur
Einfalt des Christentums. Sven Havsteen-Mikkelsens Werke sind ein Versuch, mit einem
kraftvollen, gefühlssatten Ausdruck die wiederholende Anwesenheit des Christentums im
Menschenleben einzufangen.

Arne Haugen Sørensen – Die Große Passion
Die Existenz und dir Grundbedingungen des Menschen sind das ganze Leben hindurch
der Drehpunkt der künstlerischen Tätigkeit für Arne Haugen Sørensen gewesen. In
Gemälden und Aquarellen mit scharfen, klaren Farben und großen pastosen
Pinselstrichen schafft er es, in die Essenz der Bibelgeschichte hinein zu kommen. Er
versucht, die umgebene Kultur und Zivilisation aus seinem Motiv zu schälen, dann steht er
mit einer allgemeinmenschlichen Wahrheit zurück. Stilistisch liegt er im Anschluss an den
expressiven Ausdruck, der am Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich entstand. Die
Fauvisten bekamen den Spitznamen „ les fauvres“ ( die Wilden) nach einer gemeinsamen
Ausstellung im Jahre 1914, die große Skandale hervorrief. Zum ersten Mal brach die
Kunst mit den Formen und Farben, die das Auge erleben konnte, um einen Ausdruck zu
zeigen, der von den Stimmungen und Rührungen des Sinns geformt war. Im Museum für
Religiöse Kunst haben wir von Ny Carlsbergfondet (die Neue Carlsberg Stiftung) und
Bikubenfondet (Stiftung der Bikubensparkasse) ein Prachtexemplar von einer
Passionsgeschichte bekommen, die von André Suarès geschrieben und von dem
französischen Künstler Georges Rouault illustriert worden ist, ein Künstler, der zur selben
Zeit wie die Fauvisten lebte und an ihrem stilistischen Ausdruck und ihrer Kunstauffassung
teilnahm. Es ist deutlich zu sehen, dass Arne Haugen Sørensen ein Erbe von diesen
Künstlern übernommen hat, nachdem er sich viele Jahre in Frankreich und später
Spanien aufgehalten hat.

Die Ausstellung ist noch bis zum 14. Dezember 2014 geöffnet. Eintrittspreis: 75 DK

Museet for Religiøs Kunst
Strandvejen 13
DK 7620 Lemvig
Telefon: +45 97810371
info@mfrk.dk
www.mfrk.dk

 

#visitLimforden – Rund um den Limfjord:
www.visitlimfjorden.com

Lemvig – Thyborøn Turistinformation
Havnegade 14
DK-7620 Lemvig
Telefon: +45 9782 0077
turist@visitlemvig.dk
www.visitlemvig.dk

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